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Karnevalsgesellschaft
"Bunte
Kuh"
Walporzheim
e.V.
Geschichten,
Geschichtchen, Verzällche u.a. |
04.02.2010
17:56
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Kinderprinzessin Natalie I. stiftete ein neues Kindertollitätenzepter
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Zu Ihrer Verabschiedung bei der Kindersitzung der KG "Bunte Kuh" Walporzheim am Sonntag, den 31. Januar stiftete die scheidende Kinderprinzessin Natalie I. Mies der Karnevalsgesellschaft ein neues Kindertollitätenzepter.
Da das alte Kindertollitätenzepter von 1969 bis 1978 als Erwachsenenzepter und seitdem als Kindertollitätenzepter im Einsatz war, ist es durch entsprechende Gebrauchsspuren gezeichnet, so dass es an der Zeit war ein neues Zepter für die Kindertollitäten der Gesellschaft zu beschaffen. Dem nahm sich nun Kinderprinzessin Natalie I. an.
Dies ist aber nicht so einfach, da es die Zepter, so wie sie bei den Walporzheimer Karnevalisten im Einsatz sind, nicht so einfach zu kaufen sind.
Bei einem Hersteller für Holzfingerpuppen wurde der entsprechende Kopf bestellt.
Zu diesem Kopf fertigte die Schreinerei Flohe das entsprechende Handgriffstück an.
Es wurde mit Hilfe einer handbedienten Maschine gedrechselt. Eine Handwerkskunst, die heutzutage die wenigsten noch beherrschen. Zur Freude von Kinderprinzessin Natalie I. spendete die Schreinerei Flohe dieses Griffstück. Das Griffstück besteht aus drei Teilen.
Am unteren Ende ein runder Teil zum Halten des Zepters. In der Mitte ein quaderförmiger Teil und am oberen Ende wieder ein runder Teil, der in den Kopf übergeht
Nun war der Vater von Kinderprinzessin Natalie I. gefragt, dessen Aufgabe es war sich um den quaderförmigen Teil des Griffstückes zu gestalten.
In die Seitenflanken dieses Teils wurden mittels Forstnerbohrers Vertiefungen eingelassen. Hierin fanden die Embleme der Gesellschaft ihren Platz. Diese sind mit Dekornägeln umgeben.
Auf der Vorderseite wurde mit Hilfe von Dekornägeln eine Plakette mit der Inschrift
"Kindertollität KG "Bunte Kuh" Walporzheim" angebracht.
Die Rückseite des Quaders verziert ebenfalls eine Plakette. Diese trägt die Inschrift:
"gestiftet Kinderprinzessin Natalie I. Mies 2009".
Nun wurde das Zepter noch gewachst und der nächste "Künstler" machte sich an die Arbeit.
Elisabeth Franke fertigte in vielen Stunden ein Cape und eine Kappe für das Zepter an.
Diese Teile bestehen aus rotem und weißem Stoff und goldener Borde. Hier wurde viel Wert auf die Einzelheiten gelegt. So befindet sich z.B. in einem weißen Teil der Kappe ein Wappen der KG "Bunte Kuh" auf schwarzem Grund und in einem roten Teil der Kappe ein Wappen auf weißem Grund.
Hierzu stiftete Elisabeth Franke als Halter für das Zepter ein Standglas, welches mit Kühen verziert ist und zusätzlich verzichtete sie auf die Entlohnung ihrer vielen Arbeit.
Nun war das Kunstwerk perfekt und Kinderprinzessin Natalie I. Mies konnte das Zepter bei ihrer Verabschiedung der Gesellschaft übergeben, nachdem sie dann die Kosten für den Holzkopf, die Nähmaterialien und die Plaketten beigesteuert hatte.
Selbstverständlich wird das alte Zepter nun seinen Platz im Archiv der Gesellschaft in der "Alte Schule" in Walporzheim finden.
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Die Standarte der Kinderfunken
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Bei der Sessionseröffnung
im Jahre 1999 auf dem Ahrweiler Markplatz bewerkte der Walporzheimer Ortsvorsteher
Robert Etten, dass, außer den Walporzheimer Kinderfunken, alle städtischen
Kinderfunken-Formationen eine Standarte mitführten. Er setzte sich mit
Elisabeth Franke (Kostümnäherei der KG Walporzheim) in Verbindung, um
diesem Mangel zu beheben. Die Idee war da, ein Plan war schnell
entworfen, da die "Bunte Kuh" als Wappentier der Karnevalsgesellschaft
natürlich nicht fehlen durfte. So folgte kurz nach Idee und dem Entwurf
die erste "Anprobe". Für Ortsvorsteher Robert Etten war es
eine besondere Freude, die erste Standarte an die Kinderfunken und an
den Funkenmajor Daniel Schüller zu übergeben. In den folgenden Jahren
erhielt die Standarte ein neues Metallgestell, filigran aus Edelstahl
gefertigt, von unserem Prinzen 2003 Guido Schwiperich.
Die Standarte ist das äußere Zeichen der Kinderfunken.
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Die Geschichte der "Kölsche
Karnevalsgesellschaft 1945 e.V."
Information: Karl-Heinz Binder
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Aus
besatzungsrechtlichen Gründen war die Gründung der Gesellschaft 1945
in Köln nicht möglich. Kurzerhand zog man in den lieblichen Weinort
Walporzheim. Im Restaurant "St. Peter" wurde dann die
"Kölsche Karnevalsgesellschaft" gegründet und die Gründung
gründlich gefeiert.
Der Orden ist der
Gesellschaftsorden anlässlich des 10jährigem Bestehens 1955. |
Die Geschichte des
Kinderprinzenwagens (Juli 2001)
Informanten: Gustl Heinen –
Toni Kelter – Paul Knieps
Erster Kinderprinz
der KG war Stefan Knieps im Jahre 1973/74. Dessen Vater Paul Knieps (Jasse
Paul) war zu dieser Zeit bei der Firma „Rekofa" in Walporzheim
beschäftigt. Die Firma Rekofa war damals im Besitz der Familie Wenzel.
Deren Sohn Hans-Volker war 2 Jahre zuvor Kinderprinz der Ahrweiler
Karnavals-Gesellschaft (AKG). Als Kinderprinzenwagen hatte er einen
Motivwagen mit 2 Pferdchen mit Streitwagen. Nach der Session wurden
diese Pferdchen und der Streitwagen von der AKG bei der Firma
Reisedienst Hans Gies auf dem Speicher (Lager der AKG) untergestellt.
Als Paul Knieps wusste, dass sein Sohn Stefan Kinderprinz werden sollte,
setzte er sich mit der Familie Wenzel in Verbindung und diese stellte
ihm die Pferdchen mit Streitwagen für den Kinderprinzenwagen seines
Sohnes zur Verfügung, d.h. sie schenkten ihm die Sachen. Diese gingen
dann in den Besitz der KG „Bunten Kuh" Walporzheim über.
Paul Knieps nahm einen Einachser-Plateauwagen, den er der KG stiftete.
Darauf wurden die Pferdchen befestigt und dahinter der kleine römische
Streitwagen. In diesem stand der Kinderprinz. Umgeben war der Wagen im
hinteren Bereich mit einem Geländer. Zwischen Geländer und Wagen stand
der Adjutant des Kinderprinzen und das Wurfmaterial wurde dort gelagert.
Im Jahre 1988 erhielt der Wagen einen neuen Boden und der Wagen konnte
immer fest montiert im Wasserwerk Walporzheim abgestellt werden. Vorher
wurde der Aufbau immer abmontiert, der Einachser hochkant an der Wand
abgestellt und die Pferde mit Streitwagen einzeln auf den anderen Wagen
gelagert.
Der Wagen wurde von allen Kinderprinzen bis ins Jahr 2001 –
Kinderprinzessin Svenja I. Fuchs genutzt. Ausnahme war Kinderprinzessin
Denise I. Linnarz im Jahr 2000, die einen eigenen Motivwagen hatte.
Die Pferde waren mit Goldfolie bezogen und hatten Schweif und Mähne aus
Hanf. Es wurden immer nur der Hanf und die Goldfolie ausgebessert, sowie
zusätzliche Dekoration, wie Luftballons, etc. angebracht.
Im Jahre 2001 wurde unter Leitung des 1.Vorsitzenden Hardy Mies und des
Vorsitzenden des Elferrates Guido Schwiperich, sowie unter Mithilfe der
Elferrats- und Vorstandsmitglieder der Kinderprinzenwagen erneuert.
Streitwagen und Pferde wurden abgebaut. Der Streitwagen wurden
verschrottet. Die Pferdchen wurden „ausgepackt". Unter etlichen
Lagen goldener Folie kam eine Lage blaue und als unterste Lage silberne
Folie zum Vorschein. Darunter war eine dünne Schicht Gips auf
Drahtgeflecht, welches mit Stroh gefüllt ist.
Es wurden ca. 60 kg Rotband-Gips angemischt und in dieses wurden
Stoffstreifen eingelegt. Die Pferdchen wurden mit Maschendraht
verstärkt und auf diese, die in Gips eingelegten Stoffstreifen,
aufgebracht. Dies trocknete eine Woche. Danach wurde mit reinem Gips
nachmodelliert. Nachdem dies getrocknet war wurden die Pferde weiß
gestrichen. Die Pferde bekamen schwarze Hufe und Ohren, sowie eine
schwarze Mähne und Schweif aus Wolle. Der Boden wurde durch eine
zusätzliche Schicht Spanplatten verstärkt. Der Streitwagen wurde neu
gebaut, auf der ganzen Breite des Wagens und mit einer rückseitigen
Türe. Die Räder wurden außen aufgeschraubt. Der Streitwagen wurde
schwarz gestrichen und erhielt goldene Ornamente.
Kinderprinz, Adjutant und Wurfmaterial sind nun im Streitwagen
untergebracht. Der Streitwagen ist aus Holz mit einer vorderen Rundung
aus Kunststoff. Diese Kunststoffplatte ist mit rotem Stoff bezogen. Die
Pferde wurden auf den Wagen montiert nachdem der Boden mit einer Schicht
künstlichen Rasens belegt wurde. Zwischen Pferde und Streitwagen wurde
das Zaumzeug angebracht (Kordel in brauner Farbe getränkt).
Der Wagen wurde erstmals als Motivwagen „Wo geht’s hier zur
Römervilla?" mit Prinzessin Elisabeth I. Simons und Ortsvorsteher
Robert Etten als Römer beim Walporzheimer Winzerfestzug 2001
eingesetzt.
Als erster Kinderprinz nutzte Kinderprinz Christian I. Gemke in der
Session 2001/2002 den Wagen.
Das ist die Geschichte des
Kinderprinzenwagen der KG „Bunte Kuh" Walporzheim bis heute, Juli
2002. |
Die Sage von der „Bunten Kuh“
entnommen aus: Sagen & Legenden von der Bunten Kuh bis zur Landskron; Hans Georg Klein)
weitere Infos über Walporzheim finden Sie im Internet unter:
www.fewo-walporzheim.de
Im Ahrtal lebte ein Ritter, der wegen seiner schlechten
Lebensführung von den anderen Rittern gemieden wurde. Aber er nahm sich das keinesfalls zu Herzen, sondern
trieb es immer noch ärger, bis er schließlich seinen Lebensunterhalt nur noch vom Straßenraub bestritt.
Weil ihn aber seine Eltern als Christ erzogen hatten, kniete er jedesmal nieder und verharrte im Gebet,
wenn er eine Kirchenglocke hörte. Doch war sie verstummt, sprang er sogleich auf und beging mit seinen Knechten neue Schandtaten.
Eines Tages lag der Ritter mit seinen Leuten auf einer hohen Felskuppe bei Walporzheim im Hinterhalt. Sie beobachteten,
hinter Büschen versteckt, die Straße im Tal und warteten auf vorüberfahrende Händler. Es dauerte nicht lange, bis einer mit
hochbeladenem Wagen die Straße entlang zog. Als er unterhalb des Felsens war, befahl der Ritter seinen Leuten, die Bögen zu
spannen und anzulegen. In diesem Augenblick vernahmen sie den Klang eines Glöckleins, wie es der Pfarrer beim letzten Gang
zu einem Sterbenden vor sich hertragen läßt. Ritter und Knechte legten die Waffen ab und knieten sich nieder, und der Händler
konnte unbehelligt seinen Weg weiterziehen. Das Geläut aber wurde immer lauter. Da trat eine buntgescheckte Kuh aus dem Gebüsch,
die ein Glöcklein am Hals trug. Nun erkannte der Ritter, welcher Täuschung er erlegen war. Voller Wut packte er die Kuh an den
Hörnern, zerrte sie aus dem Gebüsch und stieß sie mit einem mächtigen Ruck in den Abgrund.
Seitdem wird dieser Felsen bei Walporzheim die „Bunte Kuh“ genannt.
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